Wissenswertes

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Das Mensurfechten ist weder Sport noch Duell, hat aber mit beiden Formen menschlichen Kräftemessens Gemeinsamkeiten. Wie beim Sport geht es nicht um das Austragen persönlicher Differenzen; ein gewisses Vertrauen zueinander ist für ein „Paukverhältnis“ sogar nötig. Allerdings kennt eine Mensur keine Gewinner oder Verlierer. Wichtiger als ein Sieg ist die „aufrechte Teilnahme“, das Durchhalten und die Beherrschung von Affekten. Die Leistung jedes teilnehmenden Fechters – des „Paukanten“ – wird unabhängig von der Leistung seines Gegners bewertet: etwa nach Stand, Moral und Technik. Dies nimmt der Mensurconvent vor: ein Gremium, das aus allen anwesenden Corps- bzw. Bundesbrüdern, also anderen Mitgliedern der Studentenverbindung, des jeweiligen Paukanten besteht, die die Mensur vollständig gesehen haben.

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Wie beim Duell ist die Mensur ein Zweikampf von Männern, bei dem es darauf ankommt, nicht zurückzuweichen und diese Kampfsituation trotz möglicher Verwundung diszipliniert und ohne äußere Anzeichen von Furcht durchzustehen. Der Teilnehmer muss daher eine saubere Kampftechnik mittels «Pauken» und seine „Tapferkeit“ durch Überwinden der eigenen Furcht einüben. Die Standhaftigkeit ist das Ziel, ein Zurückweichen würde als Niederlage empfunden und gewertet.

Schlagende, besonders pflichtschlagende, Verbindungen betrachten die Mensur als wichtige Hilfe zur Persönlichkeitsbildung. Denn in der Vorbereitung darauf muss der Teilnehmer eine saubere Kampftechnik (das „Pauken“) einüben und dabei Disziplin und Sorgfalt entwickeln. Dabei muss er sich mit einer als bedrohlich empfundenen Situation auseinandersetzen, die eigenen Ängste davor überwinden und ihr gefasst entgegentreten. Das Pauken soll auch den Zusammenhalt der jeweils eigenen Verbindung stärken, indem der Paukant für sie einsteht. Deshalb nimmt meist die gesamte Aktivitas der beteiligen Verbindungen sowie oft viele ihrer Alten Herren an einem Pauktag teil.

Im Gegensatz zum Sportfechten werden bei einer Mensur ausschließlich Hiebe ausgeführt, Stechen ist hingegen nicht erlaubt. Die Waffe heißt „Schläger“ und wird je nach Universität in der Variante Korb- oder Glockenschläger verwendet. Die Trefferfläche für die Hiebe ist ausschließlich der Kopf, der Rest des Körpers ist durch Bandagen geschützt. Der einzige bewegte Körperteil ist der Schlagarm, der zugleich auch zur Deckung eingesetzt wird.

Die Rodensteiner sind die einzigen pflichtschlagenden Studenten in Freiburg i.Ue. In der Schweiz, in Österreich, Belgien und Deutschland existieren zahlreiche pflichtschlagende Korporationen. Das Mensurwesen ist durch unsere Mitgliedschaft im Schweizerischen Waffenring geregelt.

Das gemeinsame Fechten fördert die Kameradschaft und hilft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren; eine Eigenschaft, die im Studium helfen kann. Wer auf dem Fechtboden antritt, führt eine uralte Tradition weiter und vertritt stolz die Farben der Rodensteiner.

Jeder Rodensteiner erlernt das studentische Fechten im Paukunterricht mit einem Fechtlehrer und dem Fechtchargierten. Darüber hinaus muss jedes Mitglied eine bestimmte Anzahl von Mensuren bestreiten.

Die Rodensteiner sind ein Mitglied des Schweizerischen Waffenrings (SWR). Jeder Rodensteiner erlernt das studentische Fechten im Paukunterricht, zu mindestens 4 Stunden pro Woche, mit dem Fechtchargierten und einem Fechtlehrer. Darüber hinaus muss jedes Mitglied eine bestimmte Anzahl von Mensuren bestreiten.

Hast Du Mut zu Neuem? Dann zögere nicht und nimm mit uns Kontakt auf unter info@rodensteiner.ch

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